OVB 03.05.13
“5/8erl in Ehrn” mit Wiener Soul in der Kaffeerösterei Dinzler
Musikalische Sachertorte
Musikrichtungen gibt es viele: Rock ‘n‘ Roll, Funk, Pop und anderes mehr. Auch die Soulmusik hat ihre zahlreichen Anhänger – der “Wiener Soul” hingegen ist ein neuer Ast am musikalischen Baum, ein neuer Stern am Notenhimmel. Die niederösterreichische Formation mit dem Namen “5/8erl in Ehrn” zelebriert bietet diesen samtweichen Sound und kredenzt diese musikalischen Sachertorte mit staubtrockenem Humor.
So geschehen jüngst am Irschenberg in der Kaffeerösterei Dinzler. Zwischen Filtrationsanlagen steht – etwas improvisiert, aber nicht minder professionell – eine kleine Bühne, wo die fünf Musiker komfortabel Platz finden, und die Show beginnt. Der kernige Kontrabass von Hanibal Scheutz macht schnell klar, wo es langgeht, während die Gitarre von Miki Liebermann zuverlässig für Untermalung sorgt. Das soulige Keyboard, an dem Clemens Wenger sitzt, vereint die Melodien zu einem Guss, während für Max Gaier und Bobby Slivosky am Mikrofon harmonischer Gesang und launige Anmoderationen bleiben.
“5/8erl in Ehrn” bieten einen bluesigen Soul und kombinieren diesen mit Wiener Schmäh, im Duett ebenso hörenswert wie als Solo. Der Titel “Wunderschöner Mai” kommt auf Katzenpfoten daher, die “Kniascheibn” ist aggressiver, und die kleine Peitscheinlage passt zum Songtext über Hass.
Die auf der CD “Bitteschön” vorgestellten Songs werden querbeet präsentiert, ebenso Stücke aus ihrem Silberling “Gut genug für die City”. Immer wieder ergänzen sich Gaier und Sliovsky trocken und scheinbar unbeeindruckt, beziehen das Publikum ins Spiel mit ein. “Schwachstö” oder das “Nackabatzerl” sorgen für begeisterte Resonanz im ausverkauften Dinzler.
Der Humor der Fünf hätte auch in England gute Chancen, und ihr Soul ist trotz österreichischer Färbung für einen internationalen Werdegang “gut genug”. Nicht umsonst gab es für sie 2012 den “Amadeus Music-Award”. Kurzum: ein besonderes Konzert – Musikrichtungen kann es nie genug geben. kew




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Ein denkwürdiger Konzertabend mit Kultfaktor spielte sich in Neubeuern ab. “Auers Livebühne” hatte den richtigen Riecher und die angesagte Band HMBC gebucht, was für “Holstuonarmusigbigbandclub” steht. Bei fünf Musikern handelt es sich zwar um eine recht kleine Bigband, aber um was für eine Ein Musikvideo im Netz hatte die Band bekannt gemacht, inzwischen beherrschen viele Alpenländler und manche Preißen den Text von “Vo Mello bis ge Schoppernau” und singen begeistert bei den Konzerten mit.
Ein Vollweib stand da auf der Bühne, barfüßig, rotlockig und in wallenden Samt gewandet, eine Walküre, aber mit sanften Geigentönen: Martina Eisenreich. Schon zum dritten Mal gastierte sie in Auers Livebühne in der Schlosswirtschaft in Altenbeuern, diesmal zusammen als Duo Andima mit Andreas Hinterseher am Akkordeon und, für einige Stücke, mit Georg Lohmeier am Schlagzeug. Als “Martina und ihre Männer” wurden sie vom Veranstalter angekündigt. Der Saal war einigermaßen gut gefüllt, die Stimmung gut wurde zum Schluss euphorisch.
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„Licht aus bei Auers“– So war es am 19.7.1995 im Lokalteil einer Rosenheimer Zeitung zu lesen. Gemeint war damit eine DER Live-Institutionen der regionalen Musikszenen, die mit einem Benton-Konzert zur Abschiedsgala einlud. Die Rede ist von Auers Livebühne in Neubeuern.